Teebaum (Melaleuca Alternifolia)

Das echte Teebaum Öl (Melaleuca Alternifolia) trat vor etwa 25 Jahren von Australien aus seinen Siegeszug in der westlichen Aromatherapiewelt an. Trotz seines sehr gewöhnungsbedürftigen Geruchs, der aber in Laufe der Zeit immer angenehmer wird, war es jahrelang neben Lavendel Öl das meistverkaufte Öl.

Die Aborigines Australien verwendeten Teebaumblätter seit jeher für medizinische Zwecke.

Sie verwendeten zerquetschte und erhitzte Teebaumblätter zur Inhalation, zerriebene und zu einem Brei verarbeitete Blätter als Wundverband oder in Form von Aufgüssen und Umschlägen nach längerem Einweichen der Blätter in Wasser vor allem bei Erkältungen, Halsentzündungen, Insektenstichen und -bissen, zur Wundbehandlung und Entlausung sowie gegen Pilzinfektionen. Der Name wird auf James Cook, der 1770 Australien entdeckte, zurückgeführt. Die Blätter des Baums ergaben ein wohlschmeckendes Getränk, worauf er ihm den Namen Teebaum gab.

Der Teebaum wird 5 bis 8 m hoch und blüht im Oktober und November. Die Pflanze wird heute in Plantagen in Australien und Südafrika angebaut, wobei zwecks einfacherer Ernte nur strauchförmiger Wuchs zugelassen wird.

Unter dem Namen Teebaumgewächse werden verschieden Melaleuca Öle wie Cajeput oder Niaouli zusammengefasst, die ähnliche Eigenschaften haben.
 

Teebaum und die Wissenschaft

Seitens der australischen Regierung wurden umfangreiche wissenschaftliche universitäre Studien in Auftrag gegeben, sodass heute das Teebaum Öl zu den bestuntersuchten Aromaölen gehört. Bereits 1920 wurde erstmals von Penfolds ein Bericht über die medizinischen Eigenschaften verfasst. Im zweiten Weltkrieg war Teebaumöl Bestandteil der miltärischen Ausrüstung Australischer Soldaten.

Antibakterielle Eigenschaften

Seit fast 80 Jahren sind die herausragenden antibakteriellen Eigenschaften des Teebaums bekannt. In Konzentration von 1% und weit darunter wirkt Teebaumöl antibakteriell, wobei die Aktivitäten gegen Antibiotika resistenten Keimen besonderes Interesse hervorrief.

Antimykotische Eigenschaften

In Konzentrationen von 0,12 bis 2% war Teebaum Ölgegen die meisten Pilze erfolgreich, lediglich beim Schwarzschimmel war eine Konzentration von 8% notwendig, um ihn zu bekämpfen. Wegen seiner milden Wirkung auf der Haut wird er vielfach gegen Candida im Genitalbereich eingesetzt. Versuche mit Fußpilz (Satchell et al. (2002)) zeigten, dass eine 25%igen Beigabe von Teebaumöl bei 70% der Patienten mit Fußpilz eine deutliche Besserung bewirkte.

Antivirale Eigenschaften

Eine Studie von Garozzo et al.(2010) zeigt auf, dass Teebaum Öl bereits in sehr geringer Konzentration die Vermehrung von Influenza A Viren unterdrückt. Li et al. (2013) bestätigt, dass Teebaumöl eine signifikante Wirkung gegen Grippe Viren hat.

Zahnpflege

In einer klinische Studie (Groppo et al.(2002) wurde festgestellt, dass 0,2% Teebaumöl im Mundwasser, einmal täglich über 7 Tage verwendet, Bakterien im Mund deutlich verringerte. Dies hielt 14 Tage nach Absetzen der Behandlung an. Zahnfleischentzündungen gingen zurück.  Kulik et al.(2000) zeigten in einer Studie auf, dass eine 2%ige Teebaumlösung in der Lage war, 10 untersuchte Keime in ihren Wachstum zu hemmen, wobei 9 Keime auch abgetötet wurden.

 
Desinfizierende Eigenschaften

Speziell in Krankenhäusern wurde die Verwendung von Teebaumöl bei der Infektion der Hände untersucht. Messager et al.(2005) zeigte, dass ein Produkt mit 5% Teebaumöl und 10% Alkohol deutlich bessere Wirkung zeigte als Seife.


Schuppenbildung


Die Anwendung eines Shampoos mit 5% Teebaumöl, täglich über 4 Wochen, reduzierte Schuppen deutlich. (Satchell et al. (2002))
 
Die innerliche Anwendung ist für Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet.

Das Fläschchen immer gut verschlossen halten, das Öl ist leicht oxidierbar und kann dann, speziell wenn es älter ist und längere Zeit offen steht zu Hautreizungen führen, während frisches oder gut gelagertes Ätherisches Öl sehr hautverträglich ist. 

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