Bergamotte-Der Duft Kalabriens

Die Bergamotte ist ein divenhaftes Früchtchen: Sie wächst fast ausschließlich in Süditalien, genauer gesagt in Kalabrien, und hier am liebsten mit Blick auf das Meer.

Lediglich ein schmaler Landstrich gut 100 Kilometer die Küste entlang und mit einer Fläche von 1.600 Hektar bietet den weltweit optimalsten Lebensraum für diese faszinierende Pflanze.

Die Bergamotte gilt als Zitrusfrucht. Wahrscheinlich ist sie eine Kreuzung von Zitronat-Zitrone und Bitterorange.

Woher die Pflanze stammt, ist ebenso nebelumwogen. Einige munkeln, sie stamme aus dem Orient, andere meinen Christoph Kolumbus hätte sie von den Kanaren mitgebracht. Fest steht, dass der Bergamotten-Baum gut vier Meter hoch wird und immergrüne Blätter hat.

Im Frühling blüht er strahlend weiß. Die Früchte der Bergamotte sehen wie birnenförmige Zitronen aus mit hügelig-gewellter Haut. Wenn sie zitronengelb sind, sind sie reif. Geerntet wird zwischen Dezember und Jänner, vorsichtig von Hand und unter dem strengen Blick des oftmals schneebedeckten Ätna.

Es ist besonders wichtig, dass die Früchte behutsam in die Erntekisten gelegt werden. Die Schale der Bergamotte darf nämlich keinesfalls beschädigt werden, denn dort befindet sich das wertvolle Ätherische Öl der Bergamotte. Während das Fruchtfleisch und der Saft fast keine Verwendung finden, wird die Schale kaltgepresst, um das Ätherische Öl zu extrahieren.

Vielen mag diese Zitrusfrucht eher unbekannt sein, doch die meisten kennen ihren frischen zitronigen Geruch. Die Bergamotte zeichnet sich nämlich als Basisrohstoff in der Parfumerzeugung verantwortlich für den unverwechselbaren Geruch vieler Düfte, wie beispielsweise dem des Echten Kölnischwassers. Als Geschmackgeber im Earl Grey Tee ist die Bergamotte unverzichtbar und heiß beliebt.

Doch auch in der Aromatherapie ist die Bergamotte begehrt und wissenschaftlich anerkannt. Die Pflanze verfügt über antivirale, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Daher ist sie ein wichtiger Bestandteil unserer aktuellen BESCHÜTZ-MICH Serie.

Zusätzlich kann sie wirkvolle Unterstützung zur Senkung von Cholesterin und Blutfetten geben, wirkt antidepressiv und vermag das Wachstum unterschiedlicher Krebszellen einzuschränken.

 

Bergamotte und die Wissenschaft

Eine Reihe von Studien bestätigen die vielfältige Wirkweise der Bergamotte. In Corona-Zeiten besonders wichtig sind die antiviralen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Qualitäten der Pflanze.  Setzer (2017), so wie Vimalanthan und Hudson (2014) untersuchen die Wirkung von Bergamottenöl auf Typ A H1N1 Viren.

Das sind Influenza Viren, die unter anderen bei der Spanischen Grippe oder der Schweinegrippe auftraten. Bereits eine Konzentration von 0,3% Bergamottenöl reicht aus, um die getesteten H1N1 Viren gänzlich (zu 100%) auszuschalten. Auch beim Verdampfen des Bergamottenöls werden die Viren inaktiviert. Bei 10-minütiger Verdampfung, mit einer Aromalampe, erzielten die Wissenschaftler eine Ausschaltquote von 95%.

Die effektive Unterstützung der Bergamotte bei der Senkung von Cholesterin und Blutfetten wird ebenfalls wissenschaftlich erforscht. Dies führen Capello et al. auf den hohen Anteil an bioaktiven Flavonoiden in der Bergamotte zurück. Gliozzi et al. (2013) beschreiben die unterstützende Wirkung von Bergamotte-Saft, die zu einer Reduktion von Gesamt- und LDL-Cholesterol führt. Gleichzeitig erhöht sich der erstrebenswerte HDL-Cholesterol-Spiegel.

Monache et al. bewiesen 2012, dass der Saft der Bergamotte die Wachstumsrate verschiedener Krebszellen deutlich einschränken kann. 72 Stunden nach Einnahme des Saftes wirkt  dieser auf Neuroblastome am besten und erzielt eine Wachstumsverringerung von 95%. Russo et al. (2013) zeigen, dass nur die Kombination von Limonenen und Lynalyl Acetat, wie sie im natürlichen Bergamottenöl vorkommen, diese Wirkung erzielen. Die Einzelstoffe allein tun dies nicht.

Das Öl der Bergamotte wird häufig auch als „happy oil“ bezeichnet. Das reine Ätherische Öl der Pflanze hilft nämlich psychischen und physischen Stress zu reduzieren

Liu et al. (2013) beschreiben einen Versuch mit Volksschullehrern in Taiwan, die bewusst physischen und psychischen Stress ausgesetzt wurden. Dabei wurde ein 2%iges Bergamottenöl in der Testgruppe und ein synthetisches Bergamottenöl in der Kontrollgruppe verwendet. Das natürliche Öl zeigte deutlichen Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Somit verhilft es zur Reduktion stressbedingter Symptome. Das synthetische Öl hingegen hatte keine Wirkung und war wertlos.

Zahlreiche weitere Untersuchungen, wie beispielsweise Navarra et al. (2015) bestätigen, dass das Ätherische Öl der Bergamotte den Blutdruck und Puls senken kann, und dazu beiträgt, psychischen Stress, Angst, Schmerzen und Depressionen zu verringern.

Auch das kaltgepresste Citronenöl, ein Verwandter des Bergamottenöls, weist antivirale und antibakterielle Eigenschaften auf. Zusätzlich wirkt das Öl konzentrationsfördernd, wie Studien in Japan und der USA zeigen.

Fließbandarbeiterinnen in Japan und US-amerikanische Sekretärinnen machen zu 50% weniger Fehler, wenn sie Citronenöl anwenden. Daher ist das Ätherische Citronenöl ideal für Schüler und Studierende und alle die Lernen.

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